Kunden der Raiffeisenbank Ebrachgrund eG reisen nach Schweden

Im Juli 2018 bereisten Kunden der Raiffeisenbank Ebrachgrund eG das Land der Elche und von Pipi Langstrumpf

Wir starteten unsere Reise in Kopenhagen, um von dort die monumentale Öresundbrücke zu besichtigen und den Öresundkanal zu überqueren.

Bei einem Stadtrundgang besichtigten wird das historische Malmö mit seinen wunderbaren Gassen, Fachwerkhäusern, Backsteingebäuden und dem besonderen Gamla Staden, einem Treffpunkt für Jung und Alt. Auf der Stadtrundfahrt bekamen wir das höchste Bauwerk Schwedens zu sehen, den „Turning Torso“, welcher sehr schön am Meer gelegen ist.

Von der südlichsten Stadt aus erreichten wir Smaöland. Das „kleine Land“ ist ein Naturparadies und viele Schweden verbringen dort ihre Ferien. Die bewaldete Hochebene ist durchzogen von fruchtbarem Ackerland und von dichten Wäldern. Dazwischen tauchten immer wieder die typisch, roten Holzhäuser auf, welche meistens an Seen und Flüssen liegen.

Am Vätternsee unterliegt man dem Charme der schwedischen Kleinstädte. Besonders leckeres gibt es in der Kleinstadt Gränna,  hier haben die bekannten rot-weißen Zuckerstangen ihren Ursprung. Wir besichtigten die kleine Fabrik, durften bei der Produktion der Zuckerstangen zuschauen und natürlich kosten. 
Der Vätternsee ist ein 300 km langes Trinkwasserreservoir, welcher idyllisch in der Gegend eingebettet liegt. Am Abend erreichten wir dann Linköping.

Unsere Rundfahrt um den Vätternsee führte uns in den nördlichen Teil des Sees, zur Karl-Johann Schleusentreppe. Die Schleusentreppe bot uns ein Schauspiel der besonderen Klasse, welche die kleinen Schiffe und Boote auf sieben Schleusen hob oder senken konnte. Die Bedienung der Schleusen geschieht hydraulisch. Bereits 1815 wurde der Grundstein für den Bau des Götakanals gelegt, wobei die Schleusentreppe nur ein kleiner Teil davon ist.

Anschließend durchquerten wir die Region Sörmland, dessen wunderschöne Schärengärten, die malerischen Orte, Schlösser und Herrenhäuser sowie die idyllische Landschaft die Kulisse für die bekannten Inga-Lindström-Filme bildeten. Am See Mälaren erreichen wir den Ort Mariefred und dort besuchten wir das Schloss Gripsholm, mit einer sehr umfangreichen  Ahnenbildergalerie. Das Schloss diente als Kulisse von Kurt Tucholsky´s Liebesgeschichte „Ein Sommermärchen“ . Den Nachmittag ließen wir am größten Torten- und Kuchenbuffet auf Schloss Taxinge ausklingen.

Das Anwesen hat eine lange Geschichte. Es wurde schon 1281 erstmals als Gut erwähnt. Es liegt auf einer Landzunge des Mälarensees, der sich westlich von Stockholm erstreckt.

Heute ist das Schloss als "Kuchenschloss" berühmt. Im Café des Schlosses gibt es Nordeuropas größtes Kuchenbuffet. Fans leckerer Torten und Kuchen werden hier feuchte Augen bekommen. Die süßen Speisen kommen dabei ohne künstliche Zutaten aus und so kann man aus rund 60 verschiedenen Leckereien, von Sachertorte bis Karottenkuchen, auswählen. Ein Fest für alle Sinne, denn auch die Augen werden sich an den feinen Kreationen laben.

Mit vollem Bauch erreichten wir dann unser Hotel Scandic Ariadne in der schwedische Hauptstadt.

Stockholm ist die größte Stadt Skandinaviens. Es leben im Groß-Stockholm 2,1 Millionen Einwohner. Sie hat eine mehr als sieben Jahrhunderte zurückreichende Geschichte und ist seit dem 17. Jahrhundert die Residenz des Königs.

Die Stadt ist im Osten umschlossen von der Ostsee und im Westen vom Mälarensee, dazwischen liegen viele Buchten, Landzungen und ca. 24000 Inseln (Schären).  Dieses Gebiet wird auch Stockholmer Schärengarten genannt. Die Hauptstadt erstreckt sich über 14 Inseln,  welche durch 53 Brücken verbunden sind, auch ein großer Teil der Stadt ist mit viel Wald bedeckt. Wasser macht etwa 30 Prozent der Stadtfläche aus. Die Stadt bezieht ihr Trinkwasser aus dem Mälarensee und die hohe Wasserqualität erlaubt es auch, mitten in der Innenstadt Lachse zu angeln. 

Wir starteten die Erkundung der schwedischen Metropole mit einer ausführlichen Stadtrundfahrt. Unser erster Anfahrtspunkt war das Botschaftsviertel, der nächste Halt brachte uns zum bekannten Stadthus, in dessen Sälen jedes Jahr die Nobel-Preise verliehen werden. Auf unserer weiteren Stadtrundfahrt machten wir Halt auf der Aussichtsstraße „Fjällgatan“, wo wir einen imposanten, weitreichenden Blick über Stockholm mit den vielen Schären hatten. Danach setzen wir unsere Stadtbesichtigung in „Gamla Stan“ zu Fuße fort. Die malerische Altstadt, mit ihren vielen Gassen und herrlich restaurierten Herrenhäusern  beherbergt viele weitere historische Gebäude wie die Oper, den Dom und das imposante Königsschloss.

Die spektakuläre Wachablösung im Königsschloss haben wir live miterlebt. Leider war das Königspaar Karl XVI. Gustaf und Silvia nicht in Stockholm zugegen, sondern verbrachten ihren Urlaub auf der Insel Öland.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung, aber viele nutzten die Möglichkeit, die Stadt auf eigene Faust mit Bus oder Schiff  bei einer Schärenkreuzfahrt zu erkunden.

Am nächsten Tag verließen wir die Hauptstadt und fuhren Richtung Vimmerby.

Zuvor machten wir nochmals einen Stopp an einer Schleuse am Götakanal bei Söderköping mit der Einkehr in dem sehr begehrten Glassrestaurang Smultronstället (Eisdiele), welche ähnliche Warteschlangen hat, wie in der Eisdiele in Schlüsselfeld.

Nach dem leckeren Eis führte uns unsere Fahrt weiter in die Heimatstadt von Astrid Lindgren, nach Vimmerby.

Die schwedische Schriftstellerin ist uns allen ein Begriff. Sie gehört zu den bekanntesten Kinder- und Jugendbuchautoren der Welt.

Sie ist die Erschafferin von  Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Karlsson vom Dach und vielen weiteren Figuren.

Der Hof Näs, an dem Astrid geboren wurde, ist heute ein Museum zum Erleben und Bestaunen. Wir standen vor dem „Limonadenbaum“, den „Sieben Wunschkrügen, der „Skupltur der Verzweiflung“ oder konnten gemütlich durch den duftenden Brennnessel- und Blumengarten laufen.

Das rote Geburtshaus aus dem 18. Jahrhundert gehört bis heute der Familie  der Autorin und ist Bestandteil des Kulturzentrum von Vimmerby. Es zeigt eine rührende Ausstellung über das Leben und die Werke von Astrid Lindgren.

Auf unserer weiteren Fahrt nach Växjo hielten wir  im Wald nach Elchen Ausschau, doch leider hatten wir auf unserer Reise kein Glück.

In Växjo besuchten wir am nächsten Morgen den Dom mit seinem phänomenalen Altar aus buntem Glas, auch der Rest der Kirche ist mit viel Glaskunst ausgestattet. So der Baum der Erkenntnis, ein Taufaltar und in der Kapelle ein weiterer Altar aus geschwärztem Glas mit Goldeinlagerungen. Da die Schweden ein sehr fortschrittliches Volk sind, haben sie auch den  „Klingelbeutel“ in der Kirche abgeschafft und stattdessen einen elektronischen Kollektomaten aufgestellt. Die Kollekte kann so mit der Bankkarte gespendet werden.

Weiter ging unsere Fahrt zur Insel Öland. Die schwedische Sonneninsel ist bekannt für die vielen Windmühlen und die einzigartigen Kalkheidelandschaft „Alvaret“. Sehenswert ist die Schlossruine Bergholm und das danebenliegende Schloss „Solliden“, der Sommersitz der schwedischen Königsfamilie. Das Schloss wurde 1903 – 06, nach Bauwerken italienischer Villen, auf der Insel Capri von Königin Victoria, der Ururgroßmutter von König Karl XVI. Gustav, erbaut. Leider war die Villa nicht zu besichtigen, doch die Parkanlage mit seinen verschiedenen Gärten beeindruckte alle Teilnehmer.

Das Königspaar, Karl XVI. Gustaf und Silvia, fuhr während der Besichtigung des italienischen Gartens direkt mit ihrem braunen SUV-Volvo an uns vorbei. Mit einem freundlichen Lächeln und einem freundschaftlichem Gruß winkte uns Silvia aus dem Auto entgegen. Die prächtige Gartenanlage mit den verschiedenen Bereichen war nach der Begegnung fast nebensächlich geworden.

Nach dem Besuch auf Schloss Solliden besichtigten wir noch einige der 340zig hölzernen Windmühlen, bevor es dann wieder ins Glasreich nach Växjo ging.

Am nächsten Tag bestaunten wir endlich den König des schwedischen Waldes, den Elch. In einer Elchfarm konnten wir eine ganze Herde der gemütlichen Tiere beobachten und auch mit leckeren Karotten und Äpfeln füttern.

Gegen Mittag erreichten wir dann das maritime Karlskrona, der Flottenstützpunkt von Schweden. Dort beheimatet ist das Marinemuseum mit einem ausgedienten U-Boot der schwedischen Marine. Außerhalb des Museums konnte man weitere alte Militärschiffe begehen und bestaunen. In Karlskrona besuchten wir neben dem Museum auch die hölzerne Admiralitätskirche mit der bekannten Figur des bettelnden Gubben Rosenbom. Die Figur des Gubben Rosembom geht auf eine traurige Geschichte eines armen Mannes zurück, welcher in der Silvesternacht von Haus zu Haus zog, seinen Hut abnahm, sich verneigte und um Almosen bat. Er wurde vom Bildhauer Kolbe abgewiesen, nachdem er angetrunken mit dem Spruch „Will man, dass sich Rosenbom bedankt, muss man dessen Hut selber hochheben." Der Bildhauer war erzürnt, schlug nach ihm und trieb ihn hinaus ins Schneegestöber. Der Rosenbom versteckte sich an einer geschützten Mauer bei der Admiralitätskirche. Tags drauf, an Neujahr, fand man ihn erfroren an der Kirche. Kolbe fertigte daraufhin die Holzfigur des Gubben Rosenbom an, einer lebensgroßen Spendenbüchse, der man den Hut abnehmen muss, wenn man etwas spenden möchte. Nach der traurigen Geschichte fuhren wir zu unserer letzten Übernachtungsstätte nach  Lund.

Am frühen Morgen machten wir uns wieder auf nach Dänemark zur Stadtbesichtigung von Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt besuchten wir die Kleine Meerjungfrau, den

Vergnügungspark Tivoli,  Schloss Christiansborg, die Börse mit ihrem 54 Meter hohen Turm in Form von verschlungenen Drachenschwänzen. Am Ende der Stadtführung besichtigten wir das von Königin Margarethe II. bewohnte Schloss Amalienborg und erlebten die  kleine Wachablösung der Garde.

Vom Kopenhagener Flughafen reisten wir wieder in unsere Fränkische Heimat, mit tollen Erlebnissen und Eindrücken von Schweden und Dänemark.